One - two - three - four…
Gerold war für das Tempo zuständig, er war der, der eingezählt hat. Auf seine Initiative hin hat sich damals unsere Band zusammengefunden, die sich Strandgut nannte, weil wir alle irgendwie auf der Insel gestrandet und liegengeblieben sind. Diese gemeinsame kreative Zeit hat unser aller Leben geprägt.
Die Energie unserer Musik spüren wir auch heute noch. Und für die Energie war Gerold zuständig. Für die, die uns vorangetrieben hat, denn wenn Gerold gut drauf war, konnte es ihm gar nicht schnell genug gehen. Er liebte die Power-Stücke, die von der Wut erzählten, von der Suche nach der Wahrheit, aber auch vom prallen Leben auf der Insel.
Doch manchmal war Gerold auch anders, er hatte oft Lampenfieber, meinte, wir seien nicht gut genug für den Auftritt oder für das Tonstudio. Dann hatten wir Sorge, ob er überhaupt auftauchen würde. Diese Sorge hat uns irgendwie zusammengeschweißt, hat klar gemacht, dass unser besonderes Zusammenspiel nicht selbstverständlich ist. Und am Ende saß Gerold doch jedes Mal hinter seinen Drums und hat seine Zweifel weggetrommelt … one - two - three - four … Danke, Gerold .